Was man bei einem Propangasleck tun und lassen sollte

Man hört es nicht oft, aber hin und wieder erreicht uns die beunruhigende Nachricht über eine lecke Gasleitung. Meist handelt es sich zum Glück um kleine Leckagen, in manchen Fällen wohnen Menschen jedoch auf einer Zeitbombe. Wie sieht es aber aus, wenn wir kein Erdgas, sondern Propan benutzen? Sind wir dann derselben Gefahr ausgesetzt? Und was müssen wir beachten? Dank der sauberen Verbrennung von Propan mit einem minimalen CO2-Ausstoß, niedrigem Schwefelgehalt und wenig Feinstaub wird die Umwelt nicht belastet. Dennoch sollte man der Sicherheit, genau wie bei der Verwendung von Erdgas oder jedem anderen Brennstoff, besondere Aufmerksamkeit widmen. In diesem Blog erfahren Sie, was man bei einem Propangasleck tun und lassen sollte.

Gasleck feststellen

Es ist nicht immer einfach, ein Propangasleck festzustellen. Es kann durch einen nicht gut angeschlossenen oder defekten Druckregler, die Verbindung vom Wicu-Rohr zum Gasschlauch oder einen kleinen Riss in der Gasleitung hervorgerufen werden. Propangas ist schwerer als Luft und im Falle eines Lecks strömt das Gas zum niedrigsten Punkt und lagert sich dort ab. Aus diesem Grund darf ein Heizkessel auch keinesfalls im Keller platziert werden. Hinzu kommt, dass Propangas von Natur aus geruch- und farblos ist. Um das Aufspüren von Lecks zu vereinfachen, wird deshalb in der Regel ein Duftstoff (Schwefel) beigemischt. Im Prinzip kann man ein Propangasleck also auch riechen. In einem gut belüfteten Raum kann dies jedoch minimal sein. Die Gefahr ist aber noch nicht gebannt. Wenn man ein Leck vermutet, kann man verdächtige Teile mit Seifenlauge (auf keinen Fall mit Feuer!!!) kontrollieren. Wenn Seifenblasen entstehen, befindet sich an dieser Stelle eine Leckage. Falls man das Gas deutlich riecht oder ein zischendes Geräusch hört, sollte man umgehend Maßnahmen ergreifen:

  • Sorgen Sie dafür, dass sich kein Feuer in der Umgebung befindet, entfernen Sie alle Zündquellen, sofern dies auf sichere Art und Weise möglich ist. Vermeiden Sie Funken (beispielsweise am Lichtschalter, Handy oder an einer Taschenlampe).
  • Schließen Sie das Gasversorgungsventil auf dem Tank.
  • Ein Brand, der durch ein Gasleck entsteht, darf nicht gelöscht werden, es sei denn, dass das Leck sicher abgedichtet werden kann.
  • Rufen Sie den Gaslieferanten an, um die Behebung der Leckage zu besprechen

Gefahren eines Propangaslecks

Die größte Gefahr eines Propanlecks lauert in der Brennbarkeit. Propan ist ein sehr leicht entzündliches Gas, das unter Druck gelagert wird. Mit Sauerstoff aus der Luft kann Propan zu einer explosiven Mischung werden. Dies ist bereits ab ca. 2 Vol.% möglich. Deshalb werden Propantanks nicht in der Nähe von Wärme, heißen Oberflächen, Funken, offenem Feuer und anderen Zündquellen aufgestellt. Propan ist allerdings nicht giftig. Es ruft keine Hautreizungen hervor, hat keine krebserregende Wirkung und ist nicht gefährlich, wenn es eingeatmet wird. In hohen Konzentrationen kann es jedoch eine betäubende oder erstickende Wirkung haben, da Propan den vorhandenen Sauerstoff verdrängt. Außerdem kann eine schnelle Verdampfung von flüssigem Propan bei direktem Hautkontakt Erfrierungserscheinungen (Kälteverbrennungen) hervorrufen. Das kann beispielsweise geschehen, wenn Propan aus dem Tank austritt. Das Risiko, dass der Propangastank selbst ein Leck aufweist, ist minimal. Die Dichtungen und Schutzvorrichtungen eines Tanks werden nämlich regelmäßig geprüft und ausgetauscht. Falls dennoch flüssiges Propan aus einem Tank in eine Lache strömt, führt dies bei direkter Zündung zu einem Flüssigkeitsbrand. Bei einer indirekten Zündung kann eine explosive Gaswolke entstehen.

Vorsorgemaßnahmen

Vorsorge ist natürlich immer besser als Nachsorge. Wenn man die Leitungen regelmäßig (alle zehn Jahre) abdrücken lässt, werden die Teile, die für eventuelle Lecks anfällig sind, frühzeitig aufgedeckt. Auch eine optische Kontrolle im Rahmen der zweijährlichen Instandhaltung trägt dazu bei. Mit diesen Maßnahmen können Leckagen vermieden werden.

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